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Place of silence

Nach einem verregneten Tag in Invercargill, an dem wir nur auf dem Campingplatz waren, gegessen und mit Michel und Jochen Karten gespielt haben sind wir zur Suspension Bridge gefahren und haben uns die Clifton Limestone Caves, in denen es Glühwürmchen zu sehen gegebn soll, angeschaut. Leider sind wir in der Höhle nicht weit gekommen, da einige von uns (wir nennen an dieser Stelle keine Namen…) leicht panisch vor einer nicht wirklich großen Spinne wieder nach draußen geflüchtet sind.

 

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Weiter ging es danach nach Manapouri, ein wirklich sehr kleiner Ort, aber mit einer wundervollen Aussicht auf die Berge. Hier haben wir für den übernächsten Tag eine Doubtful Sound – Bootstour mit Übernachtung gebucht.

 

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Anschließend ging es zu einem kostenlosen Campingplatz direkt am See. Dort folgte leider eine leichte bis mittelschwere Sandfly-Attacke. Nicht lustig mit denen! Mit einem Lagerfeuer (das zum Glück auch ein paar Sandfly-Biester vergraulte) und ein paar Runden Schnick-Schnack-Schnuck ließen wir den Abend dann mit Michel, Jochen und zwei netten, lustigen Iren ausklingen.

 

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Am nächsten Tag gab es in Te Anau im Café „Sandfly“ (wie man sein Cafe nach diesen Biestern benennen kann ist uns bis heute ein Rätsel!) ein leckeres Mittagessen, bevor wir die Library nebenan belagerten, um unsere elektronischen Geräte aufzuladen. Die Gelegenheit nutzen wir auch gleich und knüpften voller Motivation noch ein paar schöne Freundschaftsbändchen. Und aus „wir-laden-nur-kurz-mal-ganz-kurz-unsere-Sachen-auf“ wurde dann ein ganzer Nachmittag in der Library.

 

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Bevor wir uns zurück auf den Weg nach Manapouri machten, verabschiedeten wir uns noch von den beiden Verrückten, Michel und Jochen, die dann zum „Arbeiten“ nach Queenstown wollten.

 

Da es in der Umgebung keine kostenlosen oder günstigen Campingplätze gab, entschieden wir uns diesmal für eine etwas andere Campingvariante. Wir suchten uns ein nettes Häuschen in Manapouri aus (hat etwas gedauert bis wir das richtige gefunden hatten), klingelten an der Tür und fragten nett, ob wir nicht auf dem Parkplatz vom Haus übernachten dürfen.  Der liebe Herr war Anfangs etwas verunsichert, da das Pärchen selbst nur zum Urlaub dort war. Er hat letztendlich aber doch zugestimmt. Lustigerweise stellte sich heraus, dass die beiden die selbe Bootstour wie wir für den nächsten Tag gebucht hatten.

 

Seit einigen Jahren ist das Wildcampen in Neuseeland verboten und wird mit einer Strafe von 200$ zu einer sehr kostspieligen Angelegenheit. Weshalb man es tunlichst vermeiden sollte sich auf öffentliche Parkplätze, an den Wegrand oder auch auf einsame Wiesen oder Wälder zu stellen.

 

Am nächsten Morgen ging es dann endlich los zum Doubtful Sound, ein Fjord im Fjordland – Nationalpark, der  3 mal länger als der um einiges mehr besuchte Milford Sound ist. Er liegt in einem der regenreichsten Gebiete der Welt mit ca. 180 Regentagen im Jahr. Auf dem Meerwasser befindet sich eine Meter tiefe Schicht Süßwasser, wodurch kaum Licht in die tieferen Bereiche gelangt und es deshalb z.B. diverse Seesterne, Anemonen und Korallen gibt, die sonst nur in viel tieferen Gewässern vorkommen. Außerdem fühlen sich hier viele Tiere wie Delfine, Wale, Pinguine, Seebären und seltene Vögel zu Hause.

 

Mit etwas Verspätung startete bei strahlend blauem Himmel der erste Teil der Tour. Mit einem Boot ging es zunächst über den Lake Manapouri, Das allein war für uns schon ein Highlight: das Wetter, die mit Schnee bedeckten Berge, der Regenwald… einfach eine super schöne Kulisse.

 

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Am anderen Ende des Sees wartete schon ein Bus auf uns, der uns über den 671m hohen Wilmot Pass zum Doubtdul Sound brachte. Auf der Strecke, die nicht öffentlich zugänglich ist, durften wir nicht nur unzählige Wasserwälle bestaunen, sondern hatten auch eine wunderschöne Sicht auf den Fjord.

 

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Und dann ging die Tour auch endlich richtig los. Ab auf unser Boot! Begrüßt wurden wir mit warmen Getränken und leckeren Muffins. Wir bekamen eine kurze Sicherheitseinweisung und durften dann unsere gemütliche „Koje“ beziehen.

 

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Anschließend genossen wir die strahlende Sonne und den traumhaften Ausblick an Deck.

 

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Wir hatten das große Glück während der Fahrt die seltenen Gelbaugen-Pinguine zu sehen, Delfine, Seebären und sogar einen Buckel-Wal (leider war ich zu langsam mit der Kamera). Die Landschaft ist einfach ein absoluter Traum, man fühlt sich der Natur hier so nah und kann kaum fassen wie schön es ist.

 

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Gegen Abend durften wir dann auch noch einmal selbst aufs Wasser. Kajak fahren stand auf dem Programm. Mit Schwimmwesten ausgestattet ging es dann mit dem Kajak über den Doubtful Sound …. ein einmaliges Erlebnis.

 

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Da Sport natürlich hungrig macht freuten wir uns anschließend schon auf das Abendessen. Ja was sollen wir sagen, dass Essen war ebenfalls super. Mit vollgefutterten Bäuchen sahen wir uns dann noch eine sehr, sehr interessante Präsentation unseres Natureguides über die Tiere und Pflanzen im Doubtful Sound an.

 

Als wir anschließend raus an Deck gegangen sind erwartete uns das nächste Highlight. Eine wundervolle, klare Nacht in einer wunderschönen, ruhigen Bucht mit einem unfassbar tollen Sternenhimmel … in diesen Momenten wünscht man sich einfach die Zeit anhalten zu können … Vielleicht kann man auf dem Bild annähernd erkennen was für eine Stille an diesem Ort herrschte?

 

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So schön wie der Abend endete fing der nächste Morgen wieder an. Damit meine ich nicht den Wecker, der um 5.30 geklingelt hat sondern den einzigartigen Sonnenaufgang um 6:00 Uhr.

 

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Damit waren unsere Tour und auch die Highlights noch lange nicht vorbei … denn als wir schon das Gefühl hatten es kann gar nicht mehr schöner werden klang kurz nach dem Frühstück das Wort „DOLPHINSSSSS!!!“ aus den Lautsprechern. Am Tag vorher hatten wir zwar von weiter weg schon ein paar Delfine beobachten können, aber jetzt waren sie ganz nah …. und sprangen vor und neben unserem Boot aus dem Wasser und führten uns ihre Kunststücke vor. Ein weiterer Moment der unbeschreiblich schön war und den man nur schlecht in Worte fassen kann.

 

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Als Abschluss der Tour und weiterer Höhepunkt (eigentlich bestand ja die komplette Tour nur aus Höhepunkten) gab es den Moment der Stille. Alle Motoren wurden abgeschaltet, wir sollten uns einen schönen Platz an Deck aussuchen, keine Handys oder Kameras benutzen und uns nicht bewegen … einfach nur der Natur lauschen, den Vögeln, den Wasserfällen … es war so ein besonderer und schöner Moment, der natürlich in keinem Bild oder Video festgehalten werden kann (und durfte!). Manche Momente sollte man einfach nur in seinem Herzen tragen … wie diesen einmaligen Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden.

 

Wir hätten Afangs nie erwartet das diese Tour so schön wird, von so vielen Highlights geprägt und einfach so besonders ist. Klar hatten wir Erwartungen (für 270$ darf man das auch oder?!), doch das diese um Längen übertroffen werden hätten wir nicht gedacht. Die schönen Ausblicke, die Natur, die Tierwelt, alles dort war so besonders, dass man es kaum beschreiben kann …

 

Falls es Euch nach Neuseeland verschlagen sollte können wir euch die Doubtful Sound Overnight Cruises Tour von Realjourneys (www.realjourneys.co.nz/en) nur wärmsten empfehlen.

Tati
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  • Gabi
    Antworten

    Ist das schööön…………..

    3. Dezember 2016 at 17:15

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