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Tschechien, der erste Teil

Eigentlich hatte ich ja vor, einen Blog zu unserem Sabbatical zu betreiben. Aber jetzt sind schon fast vier Wochen vorbei und ich bin bisher noch nicht dazu gekommen, auch nur einen Artikel zu schreiben.

Das liegt unter anderem daran, dass so ein Tag recht schnell vergeht wenn man viel erlebt. Auch die alltäglichen Dinge wie kochen, einkaufen, ver- und entsorgen und das Suchen der entsprechenden Möglichkeiten nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Und wenn man dann abends nach dem Essen gemütlich rumliegt, dann ist man auch nicht mehr so hoch motiviert noch etwas zu schreiben.

Und in erster Linie ist das ja unser Urlaub und der Blog war als Draht zu Familie und Freunden gedacht. Viel teilen wir schon über Instagram und YouTube. Und auch das nimmt Zeit in Anspruch. Daher verzeiht, wenn hier nicht so viel passiert, wie ursprünglich geplant.

Da die letzten Tage etwas ruhiger waren, habe ich es zumindest mal geschafft, einen Eintrag zum Start unserer Reise in Tschechien zu schreiben. Der ist jedoch sehr lange geworden, daher habe ich ihn dann aufgeteilt. Den ersten Teil bekommt ihr nun zu lesen, die anderen Teile folgen die nächsten Tage. Aber jetzt, viel Spaß beim lesen!

Wiesau über die Grenze nach Tschechien – Nähe Karlsbad im Steinbruch bei einem Wildgehege

Nach der tschechischen Grenze haben wir „Autobahnen meiden“ ausgewählt, was sich immer bewährt, um zum einen die tolle Landschaft besser zu erleben und zum anderen mehr zu entdecken. Beim Wildgehege Parkplatz angekommen war alles voll. Also sind wir auf einen Parkplatz weiter unten gefahren, der noch in Entstehung war. Hat uns aber überhaupt nicht gestört, denn wir standen alleine und auch für die Nacht sah der Platz gut aus.

Dann sind wir los spaziert durch das Wildgehege ist Dammwild, Rotwild und Wildschweinen.

Nach dem Areal des Wildgehege ging es weiter durch den Wald zu einem Aussichtsturm, Diana genannt. Von dort aus hatte man einen tollen 360 Grad Blick über den Wald und auf Karlsbad.

Lange sind wir nicht geblieben, denn dicke Regenwolken waren im Anmarsch. Wir hatten aber Glück und wurden nur bisschen nass.

Karlsbad – Roudniky

Am nächsten Morgen wurden wir von den Bauarbeitern, die den Parkplatz weiter bauen wollten, geweckt. Zum frühstücken sind wir dann hoch zu dem anderen Parkplatz gefahren, der am Vortag voll war. Danach sind wir nach Karlsbad reingefahren und haben oberhalb der Innenstadt geparkt. Dann sind wir runter in die Stadt gelaufen. Es war gar nicht so viel los, das war gut. Nur einige Touristen, die mit den typischen Porzellantassen an den Quellen Thermalwasser abgezapft und getrunken haben.

Die Brunnen gibt es in der Stadt überall. Einem Regenschauer sind wir aus dem Weg gegangen, in dem wir in das Gebäude mit der Quellwasser Fontäne gegangen sind, in dem auch noch einige weitere Brunnen mit heißem Wasser waren, teilweise 75 Grad heiß. Dann sind wir weiter zur Peter & Paul Kirche. Danach war es Zeit für eine Pause im Queens Café, das eine Freundin empfohlen hat.

Dann sind wir durch die Innenstadt zurück zu Gustel. Karlsbad ist eine schöne Stadt, die mit vielen alten, bunten Häusern zum Bummeln einlädt. Dann sind wir weitergefahren zu einem Stellplatz an einem See bei Roudniky. An dem Abend hatten wir auch einen tollen Sonnenuntergang. Bei der Kirche war das richtig stimmungsvoll und schön.

Generell war heute die komplette Fahrt über Land toll, vor allem weil wir auch über eine überdachte Holzbrücke gelotst wurden. Da bekommt man vom ursprünglichen Land viel mehr mit.

Roudniky – Decin – Prebisch Tor – Svetlik (Beim hochfrequentiertem Fischweiher)

In der Früh haben wir nur gefrühstückt und dann sind wir schon losgefahren. Es soll heute zum Prebisch Tor gehen, einem großen Felsentor in einem Wald. Mehr durch Zufall sind wir auf dem Weg dort hin nach Decin gekommen und haben das dortige Schloß besichtigt.  Es war nicht weit, bis wir zu den ersten Gärten gekommen sind, die Pflanzen blühen im Sommer bestimmt schön. Dann geht es Steinstufen hoch zum Vorplatz des Schlosseingangs. Überrascht schauen wir drein, als uns direkt bei dem Aufgang am oberen Ende drei Pfaue anschauen, keinen Meter weg von uns.

Und so schauen wir erstmal den Pfauen zu, wie sie so selbstverständlich auf dem Schlossgelände herumlaufen und auch ab und zu ein Rad schlagen. Von dem Schlossvorplatz aus hat man auch einen schönen Blick über Decin. Durch den Haupteingang kommt man in den Innenhof, in dessen Zentrum ein schön gewachsener Baum steht. Rundherum gibt es Türen und eine Kirche. Es hatte aber leider alles geschlossen. So sind wir dann durch den angrenzenden Wald und Park wieder zurück zu unserem Gustl. Was für eine schöne Entdeckung dieses Schloss Decin.

Jetzt aber weiter zum Prebisch Tor. Viele Autos und Souvenierlädchen weisen stark darauf hin, dass die Tour hochfrequentiert sein wird. Tatsächlich hat es sich aber in Grenzen gehalten und die Leute haben sich ganz gut verteilt. Entlang der Straße laufen wir los, bis es nach einiger Zeit ein Weg nach links abgeht. Ringsum unzählige, abgestorbene Fichten. Ein erschütterndes Landschaftsbild. Nicht nur, dass der Borkenkäfer hier einen riesigen Schaden angerichtet hat, auch das Feuer von 2022 hatte hier dann noch zusätzlich leichtes Spiel und großflächig alles niedergebrannt.

Inmitten dieser zerstörten Bäume ragen hohe, massive Felsformationen empor. Ein bizarres Landschaftsbild begleitet uns bis hoch zum Prebisch Tor. Je höher wir kommen, umso felsiger wird der Weg. Imposante, teils ausgewaschene Felsen mit vielen Löchern. An einem riesigen Felsüberhang sind wir vorbeigekommen, unter dem schon die Bronzezeitmenschen gehaust haben.

Zum Prebisch Tor war es dann auch nicht mehr weit. Ein großes, massives Felsentor, an das sich linker Hand eine Hütte anschließt und man rechter Hand einen schönen Blick ins Tal hat. Die Wege dort sind definitiv für Massentourismus ausgelegt und nach der Hütte muss man auch Eintrittsgeld zahlen, um näher an das Tor zu kommen.

Als heutigen Stellplatz haben wir einen Parkplatz auf einer Anhöhe gefunden, etwa eine Dreiviertelstunde zu fahren. Auch diese Fahrt war wieder sehr abwechslungsreich – vorbei an den alten, für die Böhmische Schweiz charakteristischen Häuschen, enge Straßen ohne Markierungen und kleinen, authentischen tschechischen Dörfchen. Das letzte Stück zum Stellplatz, war so abenteuerlich, mit Schlaglöchern, eng und sandig, dass ich erstmal ausgestiegen bin, um vorzulaufen und zu schauen, ob es wirklich der richtige Weg ist. Tatsächlich, es ging hinter dem Haus noch weiter zu einem Fischweiher. Also sind wir weitergefahren, vorbei an einer Windmühle zum Parkplatz. Siehe da, die zwei Fischer, die andere Camper auf Park 4 Night beschrieben haben, waren auch da. Und später am Abend hat sich noch ein weiterer Camper zu uns gesellt.

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